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TSV GWD Minden – VfL Eintracht Hagen 32:25 (18:12)

Eine zu hohe Zahl an technischen Fehlern kostete Handball-Zweitligist VfL Eintracht Hagen beim Gastspiel bei Spitzenreiter TSV GWD Minden ein besseres Ergebnis. „Wir hatten gehofft, dass wir die Partie mit unseren konfusen Spielweise etwas spannender gestalten können“, bilanzierte VfL-Trainer Lars Hepp nach dem Schlusspfiff. Konfus ging es tatsächlich zu auf dem Parkett, denn die Grün-Gelben überraschten mit einer mutigen 3:3-Abwehrformation, die in viele Ballgewinne mündete. „So wie wir die Bälle geschenkt bekommen haben, haben wir sie aber leider wieder hergeschenkt“, analysierte Hepp, der sich von seinen Farben angesichts dieser Schwäche, speziell im Umschaltspiel, enttäuscht zeigte: „Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, obwohl wir es intensiv trainieren.“ Vor allem ärgerte sich der Übungsleiter über drei Ballverluste in Serie, nachdem seine Farben auf 19:23 (42.) verkürzt hatten. Aber vielleicht macht genau dies den Unterschied zwischen dem potenziellen Meister und einem Neuling im Abstiegskampf aus. „Es war ein vollkommen verdienter Sieg, an den Kräfteverhältnissen gab es nichts zu deuten, auch wenn wir uns mit der Abwehrvariante etwas ausgerechnet hatten. Wirklich spannend wurde es aber leider nie“, erklärte Hepp, der aber auch einige positive Dinge ausmachte, allen voran, dass sich seine Mannschaft nie aufgab. Lob gab es auch vom Mindener Trainer Fran  Carstens, der zugab, dass er seine Mannschaft darauf vorbereitet hat, „dass wir uns auf alles vorbereiten müssen – denn Hagen hat bereits gegen Rostock eine interessante Abwehr gespielt.“ Allerdings verwies er auch auf die acht Spiele, die GWD im Oktober zu absolvieren hatte – ein Kräfteverschleiß, der sich speziell gegen eine derart offensive Abwehr bemerkbar macht. „Natürlich ist unsere Passqualität im ersten Abschnitt unterirdisch. Aber bei dem Kräfteverschleiß ist es im Angriff schwierig sich gegen so eine Abwehr zu behaupten. Letztlich bin ich stolz, dass meine Mannschaft das am Ende so souverän gelöst hat, aber es hat noch lange nicht alles geklappt. Die Defensive war die Basis dafür, dass wir uns absetzen konnten“, analysierte Carstens. Das letzte sportliche Highlight setzten indes die Gäste: Marius Kraus traf in der von 1790 Zuschauern besuchten Kampa-Halle per Kempa-Trick zum Endstand.

Eintracht: Mahncke, Ferne; Wilhelm (2), Friðgeirsson (7), Kvalvik, Tubic (3), Schneider (2), Rink (1), Renninger (2), Aschenbroich (1), Reinarz (5), Kraus (1), Prokopec (1), von Boenigk.

GWD: Eijlers, Sonne-Hansen; Freitag (2), Sjöstrand (3), Rambo (11), Suedmeier (1), Torbrügge (2), Larsson (2), Jernemyr, Michalczik (1), Svitlica (3/1), Doder (7), Bilbija.

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