TuSEM Essen – VfL Eintracht Hagen 32:27 (14:13)

Ganz klar, sie war da, die große Chance auf einen kleinen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga. Doch Aufsteiger VfL Eintracht Hagen ließ sie beim Traditionsverein TuSEM Essen beinahe leichtfertig liegen – und musste sich den Gastgebern trotz der sensationellen Unterstützung von rund 250 mitgereisten Fans am Ende verdient geschlagen geben.

Der erste Abschnitt gestaltete sich komplett ausgeglichen, doch bereits hier zeichnete sich ab, dass die Grün-Gelben häufig zu leichtfertig mit guten Einwurfmöglichkeiten umgehen sowie phasenweise zu kopflos agieren sollten. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein packendes Match, bei dem bis wenige Minuten vor dem Schlusspfiff keine Tendenz bezüglich des Siegers auszumachen war. Die Entscheidung fiel, als der VfL beim Stande von 21:20 für die Essener (45.) gleich drei Hundertprozentige liegen ließ. Zunächst vergaben der gute Jan von Boenigk und Fannar Þór Friðgeirsson einen Gegenstoß, dann scheiterte Marc Strohl nach einem Durchbruch ebenfalls freistehend. Noch einmal sollten die Hagener das Leder dank starker Abwehrarbeit sichern, erneut Friðgeirsson erzielte den letzten Ausgleich der Partie. Danach schlichen sich aber einige technische Fehler und falsche Entscheidungen ins Spiel der Gäste.

Letztendlich waren es Nuancen, die den Unterschied ausmachten. So war der ehemalige Nationalspieler Michael Hegemann der absolute Turm in der Schlacht, Dreh- und Angelpunkt beinahe aller Offensiv- wie Defensivaktionen. Die Phase, als Hagen das Spiel hätte drehen können, saß er für wenige Minuten auf der Bank, um den Akku für die entscheidende Phase noch einmal aufzuladen. Leider verpasste es die Hepp-Sieben dies auszunutzen, denn als der Routinier das Feld wieder betrat setzte sich der TuSEM zügig auf drei Treffer ab (25:22, 53.) – ein Rückschlag, von dem sich Kapitän Jens Reinarz, der nach seiner Gala in der Vorwoche diesmal keinen einzigen verwertbaren Ball auf Außen serviert bekam, und seine Mannen nicht mehr erholten. Nun gilt es schnell wieder in die Spur zu finden, denn bereits am kommenden Freitag wartet mit dem TSV Bayer Dormagen der nächste Lokalrivale im Abstiegskampf.

Eintracht: Ferne, Müller; Friðgeirsson (3), Kvalvik (2), Tubic, Schneider (5), Strohl (1), Rink, Renninger (1), Aschenbroich, Reinarz (2/1), Kraus (3), Prokopec (3/3), von Boenigk (7).

TuSEM: Donderis, Bliß; Ellwanger (4), Schlüter, Hegemann (5), Predragovic (7), L. Seidel (8/3), Tovornik (1), Schetters, Ridder (3), Trodler (1), M. Seidel, Mürköster (3), Pöhle.

Sag was dazu! Kommentar hinterlassen....

*

Wir danken unseren Sponsoren