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TV Emsdetten – VfL Eintracht Hagen 26:30 (13:12)

Vier Spiele hat Handball-Zweitligist VfL Eintracht Hagen in der noch jungen Saison absolviert, in dreien davon standen die Protagonisten zwischen den Pfosten. Im ersten Spiel der Saison war Jürgen Müller der gefeierte Hagener Held, in der Vorwoche beim Debakel gegen den HSC 2000 Coburg verzweifelten die Grün-Gelben hingegen am Tschechen Jan Kulhanek. Beim Gastspiel beim TV Emsdetten avancierte nun Tobias Mahncke mit einer herausragenden Leistung zum Held des Tages. Aber der Reihe nach: Vor dem Spiel war die Marschroute für die Mannschaft von Trainer Lars Hepp klar. Es ging nicht zwingend um Zählbares, sondern vielmehr darum, eine Reaktion auf die wenig schmeichelhaften 15 Minuten zu zeigen, mit denen die Partie gegen Coburg endete. Dies schien zunächst zu gelingen. Dank eines Treffers von Sebastian Schneider lagen die Gäste gleich in Front, bis zum 8:8 (19.) entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem es immer Hin und Her ging. Doch mit fortschreitender Spieldauer schlichen sich sowohl in Offensive als auch in der Hintermannschaft Fehler beim VfL ein. Belege dafür waren viele Einzelaktionen im Angriff, gepaart mit der Tatsache, dass Schneider quasi Alleinunterhalter war – sieben seiner acht Treffer markierte der Halblinke mit seinen Gewaltwürfen im ersten Abschnitt. Der Beleg in der Defensive waren vermeidbare Zeitstrafen gegen den ansonsten bärenstarken Simon Ciupinski (12.) oder Matthias Aschenbroich (22.). Dies war Hepp trotz des Erfolges nach dem Schlusspfiff ein Dorn im Auge. „Das ist einfach unnötig, damit schwächen wir uns selbst und bringen uns um den Lohn unserer Arbeit. Da müssen wir einfach cleverer agieren“, analysierte der Übungsleiter. Diese Unachtsamkeiten kosteten die Hagener auch eine mögliche Halbzeitführung, die sicherlich nicht unverdient gewesen wäre – denn im ersten Abschnitt stach TVE-Keeper Nils Babin seinen Gegenüber Mahncke noch mit 9:7 Paraden aus. Doch im zweiten Abschnitt spielte Mahncke wie entfesselt, parierte unter anderem drei von vier Siebenmetern der Hausherren. Neben der überragenden Leistung des Schlussmanns war eine andere Szene spielentscheidend: In der 47. Minute kassierte Routinier Matthias Aschenbroich nach einer unglücklichen Aktion gegen den Emsdettener Rechtsaußen Artjon Antonewitch beim Spielstand von 20:22 die rote Karte. Doch Mahncke entschärfte den fälligen Siebenmeter, und im Anschluss spielte die Hagener Mannschaft ganz cool ihren Streifen runter, fand immer die passende Lösung. Die endgültige Entscheidung fiel, als Ciupinski bei Zeitspiel einen Unterarm-Strahl zum 22:26 auspackte (54.), der defensiv extrem starke Pavel Prokopec einen Ball abfing und der folgende über Thomas Rink gespielte Angriff einen Siebenmeter einbrachte, den Kapitän Jens Reinarz cool verwandelte. Reinarz war es auch, der unter dem Jubel der rund 50 mitgereisten Fans per Kempa-Trick nach Pass von Prokopec den Schlusspunkt setzte. „Meine Mannschaft hat heute die Reaktion auf den vergangenen Auftritt gezeigt – und sogar noch mehr. Sie hat sich von der Kulisse nicht von ihrem Weg abbringen lassen, meistens die richtigen Entscheidungen getroffen – und nach der roten Karte gegen Matthias Aschenbroich eine absolute ‚jetzt erst recht’-Mentalität an den Tag gelegt. Hut ab vor dieser Leistung, das sollen die Jungs jetzt genießen. Ab Montag gilt aber die ganze Konzentration der Vorbereitung dem schweren Heimspiel gegen die DJK Wölfe Rimpar“, erklärte Hepp nach dem Schlusspfiff.

Eintracht: Mahncke (21/4 Paraden), Ferne (n.e.); Friðgeirsson (3), Tubic (1), Schneider (8), Rink, Renninger (1), Strohl, Aschenbroich (1), Reinarz (9/6), Kraus (2), Ciupinski (3), Prokopec (1), von Boenigk (1).

TVE: Babin (16 Paraden), Behrens (bei einem Siebenmeter); Krings (3), Pröhl, Steffen, Wesseling (1), Adams (7), Kropp (1/1), Runarsson (1/1), Arnarson (5), Gretarsson (5), Antonewitch (3).

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