Spielbericht: TV Hüttenberg – VfL Eintracht Hagen 20:22 (8:11).

Es war ein Sieg, der teuer erkauft wurde. Bereits in der ersten Halbzeit musste Julian Renninger, der erst vor kurzer Zeit nach überstandener Kreuzbandverletzung sein Comeback gefeiert hat, mit einer erneuten Knieverletzung, diesmal allerdings am anderen Knie, ausgewechselt werden. Während seine Mannschaftskollegen den unerwarteten und deshalb umso schöneren Sieg beim TV Hüttenberg feierten, war der Kreisläufer bereits im Krankenhaus. Wie schlimm die Verletzung des 26-Jährigen ist, werden genauere Untersuchungen in den nächsten Tagen zeigen.

Bereits im Vorfeld musste VfL-Cheftrainer Niels Pfannenschmidt ohne Torhüter Tobias Mahncke, der von Giuseppe Mossuto ersetzt wurde und Valentin Schmidt auskommen. Beide waren erkrankt und deshalb nicht einsatzfähig. „Das war schon eine Nummer“, befand Pfannenschmidt und lobte seine Mannschaft für die gute Leistung: „Gerade unter diesen Umständen haben die Jungs das wirklich gut gemacht. Auf dieser Leistung können und wollen wir aufbauen.“

Dresrüsse mit starkem Startsignal

Gleich die erste Aktion der Grün-Gelben sollte Aufwind geben, denn Dresrüsse war es, der nach 57 Sekunden einen Siebenmeter von Markus Stegefelt parierte und das mit 1107 gefüllte Sportzentrum Hüttenberg zum ersten Mal verstummen ließ. In der Folge erspielten sich seine Vorderleute leichte Vorteile, so dass es nach 20 Minuten 8:5 für den VfL stand – Spielmacher Sören Kress hatte mit einem Siebenmeter die erste Drei-Tore-Führung herausgeworfen. Bis zur Halbzeit sollte dieser Vorsprung verteidigt werden.

In den zweiten Durchgang startete die Eintracht ähnlich gut, wie der erste aufgehört hatte und so führten die Gäste nach einem Doppelschlag durch Jan-Lars Gaubatz, der trotz einer Knieblessur zur Verfügung stand und mit acht Treffern überzeugte, und Dragan Tubic mit 16:10 (28.). In der 47. Minute war es erneut Gaubatz, der zum 20:13 traf. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass die Pfannenschmidt-Sieben für eine Überraschung sorgen und zwei Punkte aus Hessen entführen könnte.

Jan-Lars Gaubatz ist mit acht Treffern bester Torschütze der Partie.(Foto: nbphotography)

Bis zum Schlusspfiff kämpften sich die Gastgeber zwar nochmal auf zwei Tore Differenz heran, der Sieg des VfL Eintracht Hagen geriet allerdings zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. „Solch ein Spiel zu gewinnen, das schweißt zusammen“, geht Pfannenschmidt von einem langfristigen Effekt aus und hofft nun auf die volle Unterstützung der Eintracht-Fans am kommenden Samstag gegen den HSC 2000 Coburg: „Da müssen wir alle zusammen richtig Gas geben und uns so präsentieren, wie wir es in Hüttenberg getan haben.“

VfL Eintracht Hagen: Dresrüsse (1.-60/ 8 Paraden. Davon ein Siebenmeter), Mossuto (n.e.); Gaubatz (8), Kress (5/2), Mestrum (3), Tubic (2), Dell, Stefan, Toromanovic, Pröhl (je 1), Brand, Bornemann, Waldhof, Renninger

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