#wirsindeintracht

post_content )) ): ?>
Copyright Bild(er): post_content; ?>

VfL Eintracht Hagen – Longericher SC 35:18 (14:9)

Mit einem berauschenden Erfolg gegen den direkten Verfolger Longericher SC hat Handball-Drittligist VfL Eintracht Hagen das Minimalziel erreicht und die Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga gebucht, die am 13. Mai in der heimischen Enervie Arena stattfindet. Die Grün-Gelben zeigten mit ihrer Leistung die perfekte Reaktion auf die Kritik, die nach der schwachen Vorstellung gegen den Leichlinger TV auf sie einprasselte, allen voran Torhüter Tobias Mahnke, der aus einer geschlossen hervorragenden Leistung mit sagenhaften 28 Paraden herausragte. „Die ganze Mannschaft hat hervorragend gearbeitet, das war heute ein Zeichen“, gab der gewohnt zurückhaltende Mahnke das Lob an seine Vorderleute weiter. Die Siegesformel war für den Schlussmann einfach: „Wir haben heute einfach ein paar Prozent mehr in die Waagschale geworfen. Warum das in den Vorwochen nicht immer geklappt hat, kann ich mir nicht erklären, aber man hat es heute ja ganz klar gesehen, dass Jeder für Jeden gekämpft hat.“

Ganz klar der Matchwinner: Tobias Mahncke war mit 28 Paraden der Rückhalt seiner Mannschaft. (Foto: Michael Kleinrensing)

Von der ersten Sekunde an gingen die Hausherren in der Defensive aggressiv zu Werke und kauften den Gästen schnell den Schneid ab – nur drei Treffer von Spielmacher und Torjäger Benjamin Richter dienen als exemplarischer Beleg der hervorragenden Arbeit der Hintermannschaft. Vor allem die Umstellung auf eine 5:1-Formation fruchtete, Julian Renninger füllte dabei nicht nur die eminent wichtige Position auf der Spitze mit einer Klasse-Leistung aus, sondern setzte auch offensiv immer wieder Akzente. Nicht einmal lag die Pfannenschmidt-Sieben hinten, leistete sich in der Auftaktphase gar den Lapsus, die eine oder andere dicke Chance auszulassen, so dass es nach vier Minuten „nur“ 2:0 hieß. Bis zum 11:9 (24.) gelang es den Gästen aus Köln immer wieder, den Vorsprung auf zwei Treffer zu reduzieren, ehe einer der gefürchteten Gewaltwürfe von Sebastian Schneider im Kasten einschlug, und dessen emotionale Zelebrierung eine weitere Initialzündung bedeutete. Nach dem Seitenwechsel gab es dann kein Halten mehr, immer wieder peitschen sich Kapitän Pavel Prokopec und Co. an, setzten sich immer weiter ab – und erhielten bereits in der 42. Minute stehende Ovationen der 1200 Besucher, die ihre Farben konstant nach vorne peitschten. Am Ende stand ein echter Kantersieg auf der Anzeigentafel, der aber nur der erste Schritt in Richtung Rückkehr in die 2. Bundesliga sein soll.

Das war eine richtig geile Unterstützung

„Erst einmal möchte und muss ich mich beim Publikum bedanken. Das war eine richtig geile Unterstützung, dass hat uns wirklich sehr geholfen“, unterstrich Pfannenschmidt nach dem Schlusspfiff angesichts der frenetischen Unterstützung. „Das war eine tolle Reaktion der Mannschaft, nach all dem, dass da auf uns eingeprasselt ist. Die Woche war sehr intensiv. Wir haben von Anfang an Gas gegeben, hatten die ersten drei Gelben Karten nach zwei Angriffen weg, so viele hatten im gesamten vorigen Spiel nicht. So wollten wir auftreten, so sollte es sein, und so haben wir die Zuschauer mitgenommen. So war es auch möglich einige Schwächen in der Offensive zu kaschieren“, analysierte der Trainer anschließend hinsichtlich der Leistung seiner Farben, ehe er mahnend den Zeigefinger hob: „So muss es auch weitergehen, das war ein erster Schritt, das müssen wir nun aber auch weiter abrufen.“

Kreisläufer Julian Renninger zeigte in Angriff und Abwehr eine Klasse-Leistung. (Foto: Michael Kleinrensing)

Ebenfalls sehr emotional reagierten die Fans bei der Einwechslung von Urgestein Marius Kraus, der bereits seit der B-Jugend für die Eintracht aufläuft. Der Rechtsaußen, der nach der vergangenen Spielzeit kürzer treten wollte und fortan in der Reserve auflief, feierte bekanntlich aufgrund der Verletzung von Dragan Tubic gegen die Ahlener SG seine Rückkehr in die „Erste“ und überzeugte gleich mit einer starken Leistung. Als er in der 49. Minute seinen ersten Saisontreffer kam dies einer Eruption gleich, und auch der sonst stets fokussierte Kraus ließ sich zu einem für ihn überschwänglichen Jubel hinreißen, ehe er schnell zwei Treffer zu einem lupenreinen Hattrick nachlegte, was die Halle gänzlich Kopf stehen ließ. „Ich freue mich in meine alte Halle zu kommen, und wenn das Publikum so mitspielt, dann macht es natürlich doppelt Spaß. Da möchte man dann einfach auch etwas zurückgeben“, erklärte Kraus, der bezüglich der Leistung der Mannschaft analysierte er trocken: „Wir haben heute ein anderes Gesicht gezeigt. Das war eine Einstellungssache.“

Routinier Jens Reinarz setzte in seinem vorletzten Heimspiel für den VfL immer wieder Akzente. (Foto: Michael Kleinrensing)

Als fairer Verlierer präsentierte sich Longerichs Trainer Christian Stark. „Zunächst einmal möchte ich zu dem sehr, sehr verdienten Sieg gratulieren. In der Höhe war das Ergebnis für uns ärgerlich, was aber nichts an dem verdienten Sieger ändert“, resümierte Stark, ehe er das Publikum mit einer augenzwinkernden Aussage zum Schmunzeln brachte: „Auch aus so einem Spiel können wir unsere Lehren ziehen, wenn wir in der kommenden Spielzeit in der 3. Liga antreten – ihr hoffentlich nicht mehr.“

VfL: Mahncke (28 Paraden), Halfmann (n.e.); Reinarz (6), Lindner (1), Schneider (4), Prokopec (4/1), Fauteck, Ciupinski (2), Gaubatz (6), von Boenigk (3), Kraus (4), Renninger (3), Rink (2), Weißbach.

LSC: Schmidt, Inzenhofer (15 Paraden), Peters (1), Schauf, Hoffmann (2), Richter (3), Janssen (4), Hartmann (2), Mestrum (3), Wilhelm, Wolf (1), Wirths, Born (2), Dahlke.

Sag was dazu! Kommentar hinterlassen....

*

Wir danken unseren Sponsoren