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VfL-Paten der Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ begeistern die Schüler bei der Verleihungsfeier

Als Matthias Bölker, Schulleiter der noch jungen Freien Evangelischen Gesamtschule Hagen, den Zweitliga-Handballern des VfL Eintracht Hagen Ende August nach einer Übereinkunft für eine AG darüber hinaus vorschlug, für die Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Pate zu stehen, brauchten die Grün-Gelben nicht lange überlegen, nahmen das Angebot dankend an. Schließlich versteht sich die Eintracht als Familienverein, befindet sich soziales Engagement daher ganz oben auf der Agenda. Außerdem sieht sich der Verein mit seiner hohen Präsenz in der Öffentlichkeit auch in der Pflicht, Vorbild zu sein – gerade, wenn es um Rassismus geht. Schließlich spielen beim VfL Spieler aus sechs Nationen, doch sind diese lediglich für die Statistiken und Statuten relevant. „Wir funktionieren nur als Einheit, da ist es egal wer woher kommt, welche Hautfarbe er hat – wir sind alle Menschen“, betont etwa Hagens tschechischer Abwehrchef Pavel Prokopec, der gemeinsam mit dem Serben Dragan Tubic, dem Schweden Patrik Kvalvik und dem Franken Jürgen Müller an der Verleihungsfeier der Plakette „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ teilnahm.

Dort bekam das Eintracht-Quartett zunächst einen Ausschnitt aus dem Musical „Der barmherzige Samariter“ zu sehen, ehe Tanja Geisenberger von der Stadt Hagen die Plakette feierlich an die Schüler überreichte, die sich federführend für das Projekt eingesetzt hatten. Um die Plakette zu erhalten mussten 80 Prozent der Schüler eine Erklärung unterschreiben, dass sie aktiv gegen Rassismus vorgehen und nicht wegsehen, wenn sie ihn erkennen – sagenhafte 96 Prozent der Schüler kamen zusammen. Ein Wert, der selbst Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz schwärmen ließ, der betonte, wie gerne er bei solch einer Aktion mit Vorbildcharakter Pate steht. Im Anschluss richteten die Handballer ihre Grußworte an die Schüler und Prokopec überreichte ein von allen Spielern signiertes Trikot an Bölker. Was dann passierte, überraschte selbst die gestandenen Profis, denn die Freude der Schüler über das Trikot, der sie lautstark Ausdruck verliehen, stand nur noch hinter der Begeisterung der Kinder zurück, die sie den Spielern entgegenbrachten. Sofort war jeder Akteur von einer Traube Kinder umringt. So standen die Sportler für den Nachwuchs im absoluten Rampenlicht, schrieben noch lange Zeit Autogramme, auf Zettel, Skateboards, Handyhüllen oder gar Arme, und standen den vielen Fragen der Schüler Rede und Antwort, während sie immer wieder geduldig mit ihnen für Fotos posierten. „Schüler brauchen heutzutage mehr denn je Vorbilder – das wollen wir gerne sein“, unterstrich Tubic. Kvalvik hatte indes eigens für die Verleihung einen wichtigen privaten Termin kurzfristig verschoben: „Das ist aber bei so einer immens wichtigen Sache selbstverständlich für mich. Und wenn man sieht, wie wir die Schüler begeistern können, damit hoffentlich helfen können, Barrieren verschwinden zu lassen, dann hat es sich auf jeden Fall gelohnt.“

Viele Schüler bekundeten dank des sympathischen Auftritts des Hagener Quartetts, dass sie fortan an der Handball-AG teilnehmen möchten. „Es ist schon toll, wenn sich Schüler so sehr für uns und den Sport begeistern können, und es dank dieser Begeisterung auch keinerlei Barrieren gibt. Das zeigt aber auch, welch wichtige Vorbildfunktion wir bei diesem Thema einnehmen, das ja spätestens seit den Attentaten in Paris leider wieder präsenter denn je ist“, erklärte Müller, ehe er einige Schülerinnen mit Handschlag verabschiedete, die ihm trotz des ernsten Themas seiner Aussage schnell wieder ein Lächeln auf die Lippen zauberten. Wegen ihm wollen sie nun die AG wechseln, keine Stifte mehr basteln, sondern Handball spielen, betonten sie – ehe sie ebenfalls freudestrahlend in ihrer Schulklasse verschwanden.

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