Ein gelungener Tag in Wetter – VfL distanziert Rivalen aus Ferndorf

Es war ein teilweise hitziges Duell, dass sich der VfL Eintracht Hagen und der TuS Ferndorf am gestrigen Mittwoch in der Sporthalle Oberwengern in Wetter lieferten. Zu Beginn der Partie sah es für die Eintracht überhaupt nicht gut aus, denn die Gäste aus dem Siegerland erwischten den deutlich besseren Start und gingen mit 7:2 in Führung. Dass der VfL in den restlichen 50 Minuten den Spieß doch noch umdrehen können würde, war zu diesem Zeitpunkt nicht zu erwarten.

 

 

Doch aufgrund einer starken kämpferischen Leistung und einer deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit siegte die Mannschaft von Trainer Niels Pfannenschmidt letztlich doch noch mit 29:27 (13:16). „Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben eine Weile gebraucht, um ins Spiel zu kommen. In dieser Phase ist Ferndorf davon gezogen, doch die Jungs haben eine super Moral bewiesen und sich wieder zurück gekämpft“, zeigte sich der Ostwestfale ein Stück weit stolz auf seine Mannschaft.

Personelle Probleme auf beiden Seiten

Verzichten musste der VfL bekanntlich auf Tilman Pröhl, Julian Renninger, Tim Stefan und Sören Kress, doch auch die Gäste konnten nicht aus dem Vollen schöpfen und hatten einige Ausfälle zu beklagen. Dies spiegelte sich im Ferndorfer Spiel zunächst jedoch nicht wider. Der TuS kam nach leichten Fehlern der Eintracht immer wieder zu schnellen und einfachen Toren über den Gegenstoß und konnte sich in der Abwehr auch auf den guten Lukas Puhl im Tor verlassen. Nils Dresrüsse im VfL-Kasten gab derweilen eine unglückliche Figur ab. Dafür hatte Pfannenschmidt aber auch eine einfache Erklärung: „Nils wurde in der ersten Halbzeit von der Abwehr völlig allein gelassen. Das war einfach undankbar für ihn.“

Hohes Tempo

Mit zunehmender Spielzeit kamen Bartosz Konitz und Co. immer besser ins Spiel, fanden selbst den Weg über den Gegenstoß und standen in der Abwehr auch deutlich besser. Ein wichtiger Faktor im Defensivverbund war Dominik Waldhof. „Waldi hat vier Bälle geblockt und vier direkte Ballgewinne erkämpft. Das sind gute Werte“, freute sich Pfannenschmidt über die Leistung seines Spielers. Weiteren Grund zur Freude hatte der Ostwestfale auch gegen Ende der Partie, denn da sah er das, was er von seiner Mannschaft gefordert hatte. Trotz der dezimierten Personaldecke gingen die Grün-Gelben weiterhin volles Tempo und kauften dem TuS somit den Schneid ab. In der 56 Minute erzielte der VfL die Führung und gab diese bis zum Ende der Partie nicht mehr her. „Ich bin wirklich stolz auf die Mannschaft. Sie hat gekämpft und alles aus sich herausgeholt“, fand auch Sportdirektor Michael Stock lobende Worte.

VfL: Dresrüsse, Mahncke (ab 30.); Mestrum (7), Bornemann (6), Gaubatz (4), Konitz (4), Dell (3), Brand (2), Tubic (2), Toromanovic (1), Waldhof, König, Schneider.

 

 

Höhepunkt schon vor dem Test

 

Vor der Partie fand für den Partnerverein HSG Wetter/Grundschöttel, der Ausrichter dieses Spiels war, ein weiterer Höhepunkt statt. VfL-Cheftrainer Niels Pfannenschmidt leitete gemeinsam mit Spielmacher Sören Kress und Rekonvaleszent Julian Renninger ein Training für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren an. „Dieses Training hat mir richtig Spaß gemacht. Die Kinder haben super mitgezogen und ich hatte den Eindruck, dass es ihnen gut gefallen hat“, berichtete der Hagener Cheftrainer. Und auch insgesamt war der 44-Jährige mit dem Tag in Wetter zufrieden. „Das war mit dem Training und dem Spiel ein sehr runder Tag für uns. Wir kommen gerne wieder und würden uns freuen den einen oder anderen auch mal bei einem unserer Heimspiele zu sehen.“

Andächtig lauschten die Teilnehmer des öffentlichen Trainings den Ausführungen von Cheftrainer Niels Pfannenschmidt und seinen beiden Assistenten Sören Kress und Julian Renninger. (Foto: Sebastian Mühleis)

Zum Abschluss gab es noch ein Gruppenfoto der Teilnehmer mit dem Trainer-Team. (Foto: Sebastian Mühleis)

 

Kress-Comeback naht

Darf sich nach Einschätzung von Mannschaftsarzt Ralf Wünnemann vom Kooperationspartner evangelischen Krankenhaus Hagen-Haspe Hoffnungen auf ein zeitnahes Comeback machen: Spielmacher Sören Kress. (Foto: Michael Kleinrensing)

 

Weitere positive Meldungen gab es von Kress, der nach seiner Zwangspause wegen einer Schulterverletzung vor dem Comeback steht: „Der Heilungsverlauf war bisher gut, unser Mannschaftsarzt Ralf Wünnemann von unserem Partner, dem evangelischen Krankenhaus Hagen-Haspe, hat mir erlaubt wieder mit leichtem Krafttraining zu beginnen“, berichtete der Mittelmann. Sollte das Gelenk positiv reagieren, dann könnten in der kommenden Woche die ersten Würfe auf dem Programm stehen. „Ich habe ein gutes Gefühl und gehe davon aus, dass es so klappen wird“, erklärte Kress abschließend.

 

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