Vorschau auf das Pokalwochenende aus Sicht des VfL

Vorfreude auf Pflichtspielstart, neuer Modus und Magdeburg im Blick

Ein hochinteressantes Wochenende erwartet Neu-Zweitligist VfL Eintracht Hagen zum Pflichtspielstart in der heimischen Enervie Arena. Die Mannschaft von Trainer Lars Hepp trifft in der ersten Runde des neu gestalteten DHB-Pokals Samstag auf den Drittligisten Oranienburger HC (18 Uhr) – und hofft, sich mit einem Sieg für das Finalspiel am Sonntag zu qualifizieren, dessen Sieger in das Achtelfinale des Wettbewerbs einzieht. Um welche Mannschaft es sich dabei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handeln wird, darüber sind sich zumindest die drei Außenseiter einig: Der Vorjahres-Vierte der stärksten Liga der Welt, der SC Magdeburg, der nach der Partie der Grün-Gelben auf den Zweitligisten SV Henstedt-Ulzburg trifft (20.30 Uhr), gilt als haushoher Favorit. Der Champions League Sieger von 2002, der mit 13 aktuellen Nationalspielern anreist, trainiert sogar am Samstagmorgen noch in der Enervie Arena, um sich mit der Umgebung vertraut zu machen. Dennoch – oder gerade deswegen – wollen es sich Kapitän Jens Reinarz und Co. nicht nehmen lassen, gegen genau diesen Gegner am Sonntag anzutreten.

Für Hepp steht aber vor der ersten Partie zunächst einmal der neue Modus im Fokus. „Ich halte ihn für sehr interessant. Ob der Modus nun gut oder schlecht ist, mehr Vor- oder Nachteile gegenüber der vorherigen Form hat, wird man sicher erst in einigen Jahren beurteilen können“, sagt der Trainer, der sich vor allem darüber freut, dass sein Verein eines der 16 Final Four-Turniere ausrichtet. „Wir sind sehr froh, dass wir diese Veranstaltung durchführen dürfen. Zum einen, weil wir unserem Publikum so einen Kracher wie den SC Magdeburg in einem Pflichtspiel präsentieren können. Zum anderen, da wir ansonsten eine Reise bis hinter Hamburg auf uns hätten nehmen müssen – was eine Woche vor dem Liga-Start sicherlich nicht optimal gewesen wäre“, erklärt Hepp. Der Dank des 37-Jährigen gilt daher den Verantwortlichen des Vereins: „Es ist toll, dass sie direkt gesagt haben ‚wir machen das’, denn es ist schon viel Arbeit, die für dieses Event zu schultern ist.“ Ebenfalls noch viel Arbeit zu verrichten ist in der Enervie Arena, denn erst kurz vor dem Ligastart wird die neue Technik komplettiert sein, so dass die Fans noch nicht in den vollen Genuss der geplanten Neuerungen der Gastgeber beim Drumherum kommen werden. Ganz besonders freut sich Hepp auf den SV Henstedt-Ulzburg, der das Turnier ursprünglich ausrichten sollte. Mit deren Trainer Matthias Karbowski verbindet ihn ein freundschaftliches Verhältnis, seine Schwester ist mit der Frau des Frogs-Trainers befreundet, beide spielen gerne Golf und tauschen sich – egal ob auf oder neben dem Grün – viel über Handball aus.

Das sportliche Ziel für den Gastgeber, der am Samstag aber keineswegs Hausherr, sondern lediglich Ausrichter der Veranstaltung ist, ist ebenfalls klar definiert: „Auch wenn der Oranienburger HC ein starker Drittligist ist, muss unser Ziel ganz klar sein in das Finale einzuziehen.“ Trotz der nominellen Überlegenheit erwartet die Hagener aber eine schwierige Partie: „Wir sind in der Favoritenrolle, und zwar so, dass wir gewinnen müssen. Da muss die Mannschaft erst einmal zeigen, dass sie mit dieser Erwartungshaltung, diesem Druck klarkommt. Aber ich muss von meinen Jungs auch erwarten können, dass sie damit klarkommen – und gehe auch fest davon aus“, erklärt Hepp, dem bis auf Matthias Aschenbroich und Julian Renninger alle Akteure zur Verfügung stehen. Ob neben Thomas Rink weitere Akteure aus dem Perspektivkader am Wochenende zum Einsatz kommen entscheidet sich kurzfristig.

Der Kartenvorverkauf seitens des VfL ist seit heute offiziell beendet, aber an der Abendkasse sind noch Karten erhältlich. Die vom Veranstalter, dem Deutschen Handballbund, vorgegebenen Preise im Überblick:

Eine Turnierkarte (zwei Spiele am Samstag, Finale am Sonntag) kostet 25 Euro, Schüler bis 14 Jahre zahlen 15 Euro. Das Tagesticket am Samstag (zwei Spiele) kostet 20 Euro, Schüler bis 14 Jahre zahlen 12 Euro. Das Finalticket am Sonntag kostet 15 Euro, Schüler bis 14 Jahre zahlen 10 Euro.

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