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Vorschau: VfL Eintracht Hagen – HSC 2000 Coburg

Zweites Heimspiel, nächster dicker Brocken für die Zweitliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen: Die Mannschaft von Trainer Lars Hepp empfängt am Samstag, 19 Uhr, mit dem HSC 2000 Coburg nach der SG BBM Bietigheim die nächste Mannschaft aus dem elitären Kreis der Aufstiegsaspiranten in der heimischen Enervie Arena. Kaum Zeit zum Durchschnaufen also für Kapitän Jens Reinarz und Co. nach der bitteren Niederlage beim Wilhelmshavener HV am vergangenen Wochenende. „Wir haben die Niederlage bereits analysiert und damit abgehakt. Für uns zählt jetzt nur noch, dass wir die Fehler erkannt haben – und aus ihnen lernen“, berichtet Co-Trainer Rainer Hantusch. Der Prozess des Lernens aus Fehlern nimmt aber Zeit in Anspruch, „speziell bei sieben, acht neuen Spielern im System“, ergänzt der ehemalige Zweitliga-Torjäger. Die Zielsetzung für die Hausherren ist dabei klar: „Wir müssen einfach hochkonzentriert in die Partie gehen. Sicherlich hat die schwere Verletzung von Milan Weißbach etwas dazu beigetragen, dass der Fokus nicht zu 100 Prozent da war, aber nun müssen wir wieder genauso fokussiert sein wie beim Heimdebüt, aus einer starken, kompakten Abwehr mit guten Torhütern dahinter unser Spiel aufbauen. Dann haben wir auch im zweiten Heimspiel eine echte Siegchance“, erklärt Hantusch.

Die Oberfranken erlebten zum Auftakt in die neue Spielzeit ebenso wie die Grün-Gelben eine Überraschung – allerdings eine negative, denn sie starteten mit einer 25:26-Niederlage beim HC Empor Rostock. Am vergangenen Wochenende wetzten sie diese Scharte mit einem 34:31-Erfolg bei der Heimpremiere gegen den SV Henstedt-Ulzburg, der am Pokalwochenende in Hagen gastierte, aus. Doch trotz der prominenten Besetzung – mit Jan Kulhanek im Tor stiegen die jetzigen Hagener Pavel Prokopec und Simon Ciupinski 2012 mit dem TuSEM Essen in die 1. Bundesliga auf, dort hatten sie auch den Halblinken Matthias Gerlich zwei Jahre als Mitspieler, mit Kulhanek und dem Halbrechten Jiri Vitek spielte Prokopec bereits in der tschechischen Nationalmannschaft, und auch darüber hinaus weist der Kader etliche Nationalspieler und Akteure mit Erstliga-Erfahrung auf – war noch etwas Sand im Getriebe der Mannschaft von Trainer Jan Gorr. Manager Wolfgang Heyder tobte gar ob der Darbietung seiner Farben, so dass der VfL auf keinen Fall darauf spekulieren kann auf einen Gegner zu treffen, der eine Mannschaft mit gegenläufiger Zielsetzung unterschätzt. Für die Hausherren gilt es vielmehr selbst den Sand aus dem Getriebe zu schütteln, der sich mit zunehmender Dauer in Wilhelmshaven dort festsetzte. Dennoch hat für Sportdirektor Michael Stock immer noch die Parole bestand, die er vor der Spielzeit ausgab: „In dieser so ausgeglichen besetzten, verrückten Liga kann der Letzte gegen den Ersten gewinnen. Jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden und ist ein Fifty-Fifty-Spiel.“ Eine Chance dem klaren Favoriten Coburg ebenso ein Bein zu stellen wie zum Auftakt Bietigheim, ist für Stock gegeben, sofern die Mannschaft ihre Leistung abruft, im Idealfall gar über die Leistungsgrenze hinausgeht. „Dann steigen unsere Chancen auf einen Sieg auch über 50 Prozent“, weiß Stock. Über die Leistungsgrenze hinausgehen – wie soll das funktionieren? Hantusch hat die Antwort parat: „Das, was uns im ersten Spiel so stark gemacht hat, ist auch hier der Schlüssel. Wir haben einen gemeinschaftlichen Auftritt hingelegt, damit meine ich nicht nur die Spieler. Am Samstag müssen wir uns all das genauso gemeinsam selbst erarbeiten. Wenn wir wieder so einen Fight abliefern, dann bekommen wir unsere Chance.“

Definitiv fehlen wird Kreisläufer Milan Weißbach nach seinem Achillessehnenriss. Zwar verlief die Operation an der lädierten Sehne des Neuzugangs am vergangenen Wochenende sehr gut, doch mit einer Rückkehr aufs Parkett ist vor März 2016 nicht zu rechnen. Personelle Veränderungen wird es trotz dieser Sachlage vor dem Coburg-Spiel definitiv nicht geben, so der Sportdirektor. „Ob es überhaupt eine Änderung geben wird, egal ob intern oder extern, das werden die nächsten Tage zeigen. Wir werden das wie gewohnt gemeinschaftlich im Team entscheiden – und hoffentlich die richtige Wahl treffen“, erläutert Stock.

 

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