Vorschau: VfL Eintracht Hagen – HSG Nordhorn-Lingen (Freitag, 20 Uhr, Enervie Arena)

Eine echte Mammutaufgabe haben die Vereine in der 2. Handball-Bundesliga in dieser Spielzeit zu bewältigen. Allein in der Liga stehen für jeden Verein in Deutschlands zweithöchster Spielklasse 40 Partien auf dem Programm. Nach knapp sechs Monaten, inklusive einer knapp einmonatigen Pause wegen der Europameisterschaft in Polen, rangiert die Mannschaft von Trainer Lars Hepp mit 17:33 Punkten aus 25 Partien auf dem rettenden 17. Tabellenplatz, holte elf dieser Zähler in den ersten drei Monaten der Saison. Umso erstaunlicher wirkt es angesichts all dieser Bilanzen, dass den VfL nun die entscheidende Phase mit sieben Spielen in 37 Tagen erwartet, um das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen – zumal sechs dieser sieben Partien einen Vergleich mit direkten Konkurrenten bedeuten.

Zum Auftakt dieser dichten Aneinanderreihung treffen die Grün-Gelben mit der HSG Nordhorn-Lingen allerdings auf eine Mannschaft, die ein ganz anderes Saisonziel verfolgt. Mit 28:22 Punkten rangieren die von Heiner Bültmann trainierten Grafschafter auf dem achten Tabellenplatz und gehen als deutlicher Favorit in die Partie. Doch da ist im Hagener Umfeld auch noch die Erinnerung an den vergangenen Freitag, an dem Kapitän Jens Reinarz und Co. vor heimischer Kulisse den TV Emsdetten nach allen Regeln der Kunst an die Wand spielten. Und eben jener TVE ist der direkte Tabellennachbar der HSG, hat nur einen Zähler weniger auf dem Konto.

Von diesen Gedankenspielen will Hepp jedoch nur wenig wissen, schließlich ließ seine Mannschaft nach der Gala gegen Emsdetten beim Gastspiel bei der DJK Rimpar Wölfe, das der Spielplan nur zwei Tage später vorsah, nicht nur mögliche Punkte liegen, sondern fiel in einigen Bereichen wieder in alte Muster zurück, die man hinter sich gelassen glaubte. Außerdem verweist er auf die Qualitäten des Gastes: „Das ist ein ganz starker Gegner, der eine überragende Abwehr stellt – mit einem ausgezeichneten Björn Buhrmester dahinter.“ Ganz frei machen von der Leistung gegen den TVE kann er sich dennoch nicht. „Nur falls wir nochmal ansatzweise so eine Leistung wie gegen Emsdetten abrufen haben wir gegen die HSG eine Chance“, analysiert der Trainer, der die Bedeutung der Partie unterstreicht: „Es ist ein Heimspiel, danach spielen wir unter der Woche in Saarlouis, deswegen hat dieses Spiel schon eine besondere Bedeutung.“ Die Eintracht hofft daher erneut auf eine tolle Unterstützung des eigenen Publikums, zumal sich der Fanclub des TuS Ferndorf zur Unterstützung der HSG-Fans angekündigt hat.

Personell ist bei den Hagenern alles wie in der Vorwoche: Milan Weißbach und Marius Kraus fehlen, ansonsten sind alle Spieler an Bord.

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