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Vorschau: VfL Eintracht Hagen – SV Henstedt-Ulzburg (Samstag, 19 Uhr)

Im Abstiegskampf erfreuen sich bestimmte Floskeln in beinahe allen Ligen großer Beliebtheit. So deklarierte Handball-Zweitligist VfL Eintracht Hagen die sechs Partien im Abstiegskampf gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel zu den „Wochen der Wahrheit“ – bislang mit weniger Erfolg, als erhofft. 3:5 Punkte sammelte die Mannschaft von Trainer Lars Hepp, zeigte dabei aber generell einen Aufwärtstrend, speziell in der Defensive, und kann sich mehr denn je auf Pavel Prokopec als absoluten Leader verlassen – reihte der 36-jährige Tscheche doch zuletzt eine bärenstarke Vorstellung an die nächste, was ihm sogar eine Berufung in die Mannschaft der Woche in Europas größter Handballzeitschrift einbrachte. Darüber hinaus können die Grün-Gelben die Bilanz in den beiden noch ausstehenden Spielen dieser Serie von Spielen gegen direkte Konkurrenten noch geradebügeln, mit zwei Erfolgen beinahe einen Quantensprung hinlegen. Zunächst trifft der VfL dabei auf den SV Henstedt-Ulzburg, der mit 19:41 Zählern nur einen Punkt hinter den Hagenern auf dem vorletzten Tabellenplatz lauert, nach zwei Siegen aus den vier vergangenen Partien extremen Rückenwind mitbringt. Nicht nur ein „Vier-Punkte-Spiel“ also, sondern für die „Frogs“, die bereits in der ersten Runde des DHB-Pokals in Hagen gastierten und mit deren Trainer Matthias Karbowski Hepp ein inniges Verhältnis pflegt, sogar eher eine „Alles oder Nichts“-Begegnung. Denn nur ein Sieg bringt die Truppe aus Schleswig-Holstein noch einmal in Schlagdistanz zu einem Nichtabstiegsplatz, eine Niederlage würde die Träume auf den Klassenerhalt voraussichtlich (vorerst) beerdigen.

Auf einen ähnlichen Krimi wie im Hinspiel würden die Fans der Hausherren sicher gerne verzichten, doch eine dramatische Schlussphase steht beinahe sinnbildlich für die bisherige Saison der Hepp-Sieben – wie sie zuletzt in Dormagen einmal mehr zur Schau stellte. Bei der Partie in Henstedt-Ulzburg führten die Mannen um Kapitän Jens Reinarz bis weit in den zweiten Spielabschnitt, zuletzt beim 25:24 von Dragan Tubic (55.), ehe sie in wenigen Minuten völlig den Faden verloren und 25:28 hinten lagen (59.) – nur um am Ende knapp an einer neuerlichen Wende samt Punktgewinn zu scheitern. 27:28 hieß es beim Schlusspfiff.

Angesichts der Bedeutung der Partie sind die Umstände für Hepp einerlei – es geht einzig um zählbaren Ertrag: „Im Endeffekt ist die Ausgangssituation für beide Teams sehr ähnlich. Wir müssen unbedingt punkten, um den Abstand zu den Mannschaften vor uns entweder zu verringern oder zumindest nicht anwachsen zu lassen. Ich habe es die ganze Saison schon gesagt, und ich wiederhole es hier auch nochmal – es wird noch verdammt eng werden im unteren Drittel, viele Mannschaften werden sich gegenseitig die Punkte nehmen oder Überraschungen landen. Leider sind diese mahnenden Worte etwas verpufft, als wir zu Beginn der Saison erfolgreicher Punkte gesammelt haben.“ Als Schlüssel für einen Erfolg nennt der Trainer gleich mehrere Faktoren: „Wir müssen als Einheit auftreten, in der Abwehr weiter so hart arbeiten wie zuletzt, im Angriff kühlen Kopf bewahren – und die Nerven ohnehin im Griff haben.“ Und dann ist da noch das Publikum. „Es ist wirklich toll, wie uns unsere Fans auch in den weniger erfolgreichen Wochen unterstützt haben. Das lässt sich nicht nur an den immer weiter steigenden Zuschauerzahlen ablesen, sondern auch an diesem Wir-Gefühl, das immer mehr entsteht. Fast ist es so, als würde sich die ohnehin schon tolle Unterstützung in jedem Heimspiel weiter steigern“, unterstreicht Hepp die Bedeutung des Hagener Publikums. „Das war schon echt der Hammer, wie laut uns beide Tribünen gegen Essen nach vorne gepeitscht haben“, ergänzt Kreisläufer Thomas Rink stellvertretend für viele seiner Kollegen, allerdings nicht ohne schnell nachzuschieben: „Diese Unterstützung brauchen wir aber auch dringend, das können in jedem Spiel genau die entscheidenden Prozentpunkte sein, gerade in so einem Spiel wie gegen die Frogs.“ Angesprochen darauf, dass wegen des Osterwochenendes und der vielen Osterfeuer am Samstag ein Zuschauereinbruch zu befürchten sei, scherzte Pressesprecher Sebastian Mühleis zunächst, dass die Partie der Grün-Gelben gegen den SVHU ebenfalls ein packendes Feuerwerk verspricht, ehe er bittend ergänzte: „Spaß beiseite – natürlich werden sich viele unserer Fans überlegen, ob sie vom Feuer oder vor dem Feuer in die Enervie Arena kommen. Ich hoffe allerdings, dass sich die ansteigende Formkurve und das Engagement der Mannschaft so wie in den Wochen zuvor honoriert werden – auch auswärts, wie wir zuletzt an weit über 100 mitgereisten Fans in Dormagen sehen konnten. An dieser Stelle möchte ich zudem unserem Fanclub, der sich jede Woche für die Mannschaft zerreißt, ein riesiges Lob aussprechen. Damit machen sie die Spiele für unsere übrigen Fans attraktiver.“

Personell bleibt die Lage unverändert: Zwar befinden sich Sebastian Schneider (Oberkörperverletzung) und Julian Renninger (Entzündung) wieder auf dem Weg zu 100 Prozent, und auch Torhüter Jürgen Müller ist nach seiner Fußverletzung wieder ins Training eingestiegen, dafür droht mit Simon Ciupinski eine wichtige Alternative im Rückraum wegzubrechen. Der Spielmacher leidet an einem grippalen Virusinfekt, liegt mit Fieber im Bett. Ob er am Samstag zum Einsatz kommt steht genauso in den Sternen wie Müllers Rückkehr zwischen die Pfosten. Daher werden erneut Akteure aus dem Perspektivkader in die Bundesliga-Mannschaft aufrücken.

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