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Vorschau: VfL Eintracht Hagen – TSV GWD Minden (Freitag, 20 Uhr, Enervie Arena)

 

Knapp zwei Wochen nach der Niederlage im Schicksalsspiel beim HC Empor Rostock steht für die Zweitliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen die nächste Partie an – und die hat es in sich, gastiert doch der Tabellenzweite TSV GWD Minden in der Enervie Arena. Der Erstliga-Absteiger verfügt über einen exzellenten Kader und hat die Rückkehr in die stärkste Liga der Welt so gut wie sicher gebucht, denn die TSG Lu-Friesenheim, der einzige verbliebene Verfolger des Spitzentrios, weist bei noch neun ausstehenden Spielen sieben Zähler Rückstand auf Minden und den HSC 2000 Coburg auf, der genau wie die Ostwestfalen 49:13 Punkte auf dem Konto hat. Um diesen Vorsprung nicht schmelzen zu lassen ist ein Erfolg für die Mannen von Trainer Frank Carstens bei den Grün-Gelben somit Pflicht. Doch trotz der klaren Außenseiterrolle will sich die Sieben von Trainer Lars Hepp nicht schon vor dem Anpfiff geschlagen geben und versuchen die Stabilisierung im Defensivbereich weiter fortzuführen, dazu im Angriff wieder in die Spur finden.

Letzteres wird gegen die hervorragende Hintermannschaft der Gäste eine Herkulesaufgabe. Im Verbund mit dem starken Torwartgespann Kim Sonne-Hansen und Gerrie Eijlers stellt Minden die fünftbeste Defensive der Liga. Kombiniert mit dem fünftbesten Angriff der zweithöchsten Spielklasse ergibt dies eine für die Gegner nur schwer zu lösende Aufgabe. Und kommt doch einmal Sand ins GWD-Getriebe kann sich Carstens auf den Spielwitz seines schwedischen Spielmachers Dalibor Doder oder Gewaltwürfe des Halbrechten Christoffer Rambo verlassen. Letztgenannter scheiterte am vergangenen Wochenende mit Norwegen knapp an der Qualifikation für die olympischen Spiele. „Allein an diesen beiden Spielern kann man die immense Qualität ablesen, die Minden mitbringt. Davon dürfen wir uns aber nicht beeindrucken lassen. Wir haben eine intensive, sehr gute Trainingswoche hinter uns, werden auch gegen die kommenden starken Gegner versuchen, die eine oder andere Überraschung zu landen“, erklärt Hepp, der auf die Heimstärke seiner Mannen baut, die in dieser Spielzeit mit den eigenen Fans im Rücken deutlich bessere Leistungen abgeliefert haben, als in der Fremde.

Personell haben die Grün-Gelben einige Rückschläge zu verkraften. Neben Torhüter Jürgen Müller, bei dem wegen seiner Knöchelverletzung fraglich ist, ob er in dieser Saison überhaupt noch auf das Parkett zurückkehren kann, fällt Abwehrstratege Marc Strohl mit einem Muskelfaserriss ebenfalls aus. Hinter dem Einsatz von Linkshänder Dragan Tubic steht wegen einer Adduktorenverletzung genauso ein Fragezeichen wie hinter dem von Kreisläufer Thomas Rink, der mit einem Infekt eine Woche ausfiel. Ob und wann mit Milan Weißbach ein weiterer Kreisläufer nach seinem Achillessehnenriss wieder auf das Spielfeld zurückkehrt steht ebenfalls noch in den Sternen. Hepp hat sich daher bereits vor dem vorigen Spiel dazu entschieden, dass Jan Wilhelm die Saison auf jeden Fall im Kader der ersten Mannschaft beenden wird. Hierdurch hat der Übungsleiter nicht nur eine Option mehr auf Linksaußen, sondern auch die Möglichkeit, Jens Reinarz in den Rückraum zu ziehen, ohne dass ein klassischer Linksaußen fehlt. Ob weitere Spieler aus dem Perspektivkader gegen Minden an Bord sind, wird der Trainer kurzfristig entscheiden.

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