Wir wollen noch attraktiveren Handball bieten

Nicht zuletzt wegen einiger prominenter Neuzugänge war der VfL Eintracht Hagen mit reichlich Vorschusslorbeeren in seine erste Saison in der 2. Handball-Bundesliga seit 15 Jahren gestartet. Nach einem furiosen Start bauten die Grün-Gelben gegen Ende des Jahres 2015 etwas ab – und blieben dadurch leicht hinter den eigenen Erwartungen zurück. Im Gespräch mit Pressesprecher Sebastian Mühleis beleuchtet Sportdirektor Michael Stock die aktuelle Situation kritisch – und gibt einen Ausblick darauf, was die Grün-Gelben in Zukunft verbessern wollen.

Wie bewertest Du die aktuelle sportliche Situation? Ist es bereits fünf vor zwölf?

Wir haben das erste Spiel der Rückrunde gespielt, sind ein wenig hinter dem erhofften Soll. Dafür gibt es natürlich Gründe, die wir intern besprechen und diskutieren. Aber aus meiner Sicht hat sich an der Situation im Vergleich zum Saisonbeginn nichts geändert. Unser Ziel war und ist der Klassenerhalt, und solange wir nach dem letzten Spieltag nicht auf einem Abstiegsplatz stehen, bezeichne ich die Saison als erfolgreich. Eines der größten Mankos im Jahr 2015 war die fehlende Konstanz, die uns in den kritischen Bereich der Tabelle gebracht hat. Insofern ist die Frage auch berechtigt.

Wie ist Dein erster Eindruck von der Mannschaft nach der kurzen Urlaubsphase?

Die Spieler haben alle einen gut regenerierten und frischen Eindruck gemacht, was sich aus meiner Sicht in den Trainingseinheiten bestätigt. Auch die Daten aus den Leistungstests sind zufriedenstellend. Die Mannschaft ist fokussiert und konzentriert.

Was dürfen die Fans von ihrem Team bei Wiederaufnahme des Ligabetriebs gegen Mitaufsteiger Wilhelmshavener HV erwarten?

Zunächst einmal bedingungslosen Einsatz und eine hohe kämpferische Qualität, vor allem in der Defensive. Natürlich arbeitet das Trainerteam auch daran, die Automatismen im Angriffsbereich weiter zu verbessern. Entscheidend in der Rückrunde wird sein, dass wir unsere Fehlerquote über 60 Minuten möglichst niedrig halten – und dabei unser Tempospiel weiter stärken.

Gibt es bereits Neuigkeiten bei den Planungen für die kommende Spielzeit? Gibt es schon Neuzugänge zu vermelden?

Wir sind sowohl mit den Spielern des aktuellen Kaders im Gespräch, als auch mit interessanten Spielern für die Zukunft. Viele Spieler im Team haben ja ohnehin fortlaufende Verträge, so dass wir unsere Mannschaft nur punktuell ergänzen respektive verstärken werden.

Abgesehen vom Kader: In welchen Bereichen möchte oder wird der Verein sich zur kommenden Saison verändern oder verbessern?

Wir wollen noch attraktiveren Handball anbieten, um einfach das Interesse der Zuschauer in Hagen für den Handball weiter auszubauen. Natürlich gibt es immer in allen Geschäftsfeldern Möglichkeiten der Optimierung und Verbesserung. Dem stellen wir uns und werden in den entsprechenden Arbeitskreisen alles dafür tun, die Marke VfL Eintracht Hagen weiter zu entwickeln. Spieler, Zuschauer, Partner und Sponsoren sollen weiterhin die Verlässlichkeit und Bodenständigkeit von Eintracht Hagen schätzen, gleichzeitig aber auch Entwicklung und Wachstum erkennen können.

Kann das erfolgreiche Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Polen dabei eine Hilfe sein?

Auf jeden Fall. Wir wollen das positive Image, dass die Mannschaft von Dagur Sigurðsson geschaffen sowie den Schwung, den sie für den ganzen Sport generiert hat, unbedingt nutzen, um unser Potenzial in allen Bereichen noch mehr ausschöpfen zu können.

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