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Zweite Patenschaft des VfL Eintracht Hagen bei der Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Nicht lange überlegen mussten die Handballer des Drittligisten VfL Eintracht Hagen, als Sebastian Bühren, Lehrer des Fichte Gymnasiums, auf sie zuging, um sie als Paten für die Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu gewinnen. „Gerade wir als Handballer wissen, wie wichtig es ist, dass Spieler unterschiedlicher Nationen ohne Vorbehalte miteinander antreten, eine Einheit bilden. Da darf es keine Vorbehalte, egal welcher Natur, geben – sonst funktioniert die Einheit nicht“, erklärte Abwehrchef Pavel Prokopec stellvertretend für seine Mannschaftskollegen. Prokopec hatte sich kürzlich auch kritisch zum Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union geäußert, hob in Zusammenhang mit der Urkundenverleihung nochmals vor, wie froh er sei, dass er seinen Arbeitsplatz frei wählen konnte – ohne, dass ihm als Ausländer in Deutschland Vorurteile entgegengebracht worden sind.

Viel Lob hatte Jutta Meyer, Schulleiterin des Fichte Gymnasiums, für die VfL-Profis (von links) Tobias Mahncke, Pavel Prokopec (mit seiner Tochter Emma) und Sebastian Schneider übrig. Für die Spieler war die erneute Patenschaft hingegen eine Selbstverständlichkeit. (Foto: VfL)

Viel Lob hatte Jutta Meyer (links), Schulleiterin des Fichte Gymnasiums, für die VfL-Profis (von links) Tobias Mahncke, Pavel Prokopec (mit seiner Tochter Emma) und Sebastian Schneider übrig. Für die Spieler war die erneute Patenschaft hingegen eine Selbstverständlichkeit. (Foto: VfL)

Und so fanden sich mit Prokopec, Sebastian Schneider und Tobias Mahncke gleich drei Profis der Grün-Gelben bei der Verleihung der Urkunde ein – obwohl sie nominell noch Urlaub hatten. So zögerte Mahncke, wenige Stunden vorher aus dem Urlaub zurückgekehrt, beispielsweise keine Sekunde, um spontan einen verhinderten Kollegen zu vertreten. „Das ist eine beispielhafte Aktion. Und es spricht auch nur für die Schüler, dass sie sich verpflichten offen gegen Rassismus vorzugehen. Wir sind stolz, dass wir bei dieser Aktion Pate sein dürfen“, bekannte der Schlussmann auf dem Podium in der Aula und erntete dafür tosenden Applaus seitens der Schülerschaft. Den Einsatz der VfL-Profis in der spielfreien Zeit würdigte Schulleiterin Jutta Meyer gleich mehrfach, was den Spielern beinahe schon unangenehm war. „Für uns ist es selbstverständlich bei dieser Aktion und auch daran anschließenden Aktionstagen und ähnlichem mitzuwirken, wenn wir so helfen können, dass Rassismus aus der Gesellschaft gedrängt wird“, betonte Schneider, der wie Prokopec Vater zweier Kinder und als Handballprofi weit gereist ist

Bereits zum zweiten Mal standen die Handballer des VfL Eintracht Hagen Pate bei der Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Im vergangenen Jahr war es die FESH Gesamtschule, mit der die Eintracht eine Kooperation in Form einer AG sowie bezüglich zusätzlichen Trainingseinheiten für talentierte Nachwuchsspieler geschlossen, bei der die Hagener Handballer als Paten auftraten. „Bei so einer sinnvollen, nachhaltigen Aktion stehen wir gerne ein zweites Mal zur Verfügung. Handball funktioniert nur ohne Rassismus reibungslos, friedvoll und respektvoll, genau wie unsere Gesellschaft“, unterstrich Mühleis die Bedeutung der Aktion.

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