Vor dem Anpfiff begrüßte die Mannschaft die ukrainischen Flüchtlinge in der Halle

Zwischenspurt bringt keine Punkte

Im Vergleich zum Auswärtsspiel bei den Eulen Ludwigshafen entspannte sich die personelle Lage auf Seiten der Eintracht ein wenig. Wieder mit dabei waren die verletzten Jan-Lars Gaubatz, Daniel Andrejew und Julian Athanassoglou. Und auch Tim Stefan, der sich im Spiel bei den Eulen verletzte und mit 9 Toren zu überzeugen wusste, stand im Aufgebot von Trainer Stefan Neff. Nach einer schwachen Anfangsphase und einem zwischenzeitlichen sieben Tore Rückstand, konnte die Eintracht auch mit einem Zwischenspurt zum 24:25, nicht die endgültige Wende einläuten. Somit verlor die Eintracht am Ende verdient mit 26:31 gegen den HSC 2000 Coburg.

Bereits vor Anpfiff der Partie VfL Eintracht Hagen gegen den HSC 2000 Coburg gab es einen schönen Augenblick vor den knapp 800 Zuschauern in der Krollmann Arena. Präsident Detlef Spruth durfte knapp 70 ukrainische Flüchtlinge zum Spiel des 36. Spieltages in der heimischen Halle begrüßen. Allesamt wurden von der Eintracht eingeladen.

Zum Anpfiff schickte Trainer Stefan Neff seine Rückraumachse um Pouya Norouzi, Valentin Schmidt und Philipp Vorlicek ins Rennen. Nachdem Damian Toromanovic die 1:0 Führung über Rechtsaußen erzielen konnte, gehörte der Rest der ersten Halbzeit den Gästen aus Coburg. Bereits in der 11. Minute sah Stefan Neff sich gezwungen seine erste Auszeit im Spiel zu nehmen – bis dato bekam die Eintracht kein Zugriff in Abwehr wie Angriff. Vor allem im Angriff scheiterten die Spieler vermehrt am guten Rückhalt der Coburger, Jan Kulhanek (55% gehaltene Bälle in der ersten Halbzeit). Auch nach einem gehaltenen 7-Meter von Tobias Mahncke fanden die Hagener nicht besser ins Spiel. So musste Coach Stefan Neff bereits in der 23. Spielminute beim Spielstand von 8:13 seine zweite Auszeit des Spiels nehmen. Doch auch diese sollte nichts an dem Spielverlauf verändern. In der ersten Halbzeit war Philipp Vorlicek mit fünft Treffern noch der beste Angreifer der Eintracht. Doch Coburgs Torhüter hatte immer wieder eine Antwort auf die freien Durchbrüche der Hagener. So lag der VfL zur Halbzeit bereits mit fünf Toren hinten (10:15).

Alles riskiert und nichts gewonnen

Wie auch in der ersten Hälfte sollte der Coburger Torhüter im Fokus des Spiels stehen. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit entschärfte der 42-jährige Tscheche acht von neun Würfen der Außenspieler der Eintracht. Doch nun drehte Rückraumass Pouya Norouzi auf. Mit vier Toren in Folge sorgte der iranische Nationalspieler dafür, dass sich die Coburger nicht weiter absetzen konnten (15:21, 39. Minute). Doch die Hagener fanden bis zur 40. Minute nicht in das Spiel, sodass der HSC sich auf sieben Tore absetzen konnte. Erst eine taktische Umstellung von Trainer Stefan Neff brachte den erhofften Erfolg– nun agierte die Eintracht mit dem 7. Feldspieler – dies brachte eine kleine Wende im Spiel. Über ein deutlich verbessertes Abwehrverhalten schafften es Philipp Vorlicek und Daniel Mestrum den Anschlusstreffer zum 24:25 in der 53. Spielminute zu erzielen. Doch Gästecoach Brian Ankersen regierte auf den guten Lauf der Eintracht mit seiner dritten Auszeit und diese zeigte Wirkung. Ein Fehlpass und ein Fehlwurf auf Seiten der Eintracht lud den Gast aus Coburg zu zwei schnellen Toren ein.  Der Lauf des VfL war beendet und der HSC 2000 konnte sich wieder auf vier Tore absetzen. Auch der letzte Versuch über eine 3:2:1-Abwehr zu schnellen Ballgewinnen zukommen, hatte nicht den gewünschten Erfolg und somit gewannen die Gäste aus Bayern am Ende verdient mit 26:31.

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Eintracht: Mahncke (5, 28%) , Grzesinski (4, 20%) - Bürgin, Bednar, Norouzi (7), Pröhl (2), Schmidt (1), Klein, Vorlicek (8), Athanassoglou, Gaubatz, Kister, Mestrum (2), Stefan (3), Toromanovic (2), Andrejew (1)

Coburg: Kulhanek, Jochens, Apfel - Runarsson, Fuß (4), Toom, Billek (7), Mubenzem, Juskenas, Knauer (1), Varvne (3), Schäffer (2), Dettenthaler, Kurch (2), Grozdanic (8), Schröder (4)

Schiedsrichter: Darnel Jansen, Lucas Hellbusch

Zeitstrafen: Eintracht: 1, Coburg: 1

Zuschauer: 812